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Müller-Thurgau/Rivaner - Der Unkomplizierte

Die Müller-Thrugau-Traube wurde 1882 von Prof.Dr.H.Müller aus Thurgau
in der Schweiz gezüchtet und 1913 nach ihm benannt. Lange Zeit hielt man
den Müller-Thurgau für eine Kreuzung aus Riesling und Silvaner, daher der
ursprüngliche Name Rivaner. Neuere Untersuchungen deuten darauf hin,
dass die Rebe eine Kreuzung aus Riesling und Madeleine royale ist.

Die Müller-Thurgau-Rebe bringt nach Apfel, Ananas und Aprikosen duftende, leichte elegante Weine mit milder Säure hervor. Der Müller-Thurgau ist eine leiter,
unkomplizerter Sommerwein. Er ist beliebt zu Spargel und leichten Gerichten
oder einfach als abendlicher Trinkwein und Schorlewein.
Müller-Thurgau/Rivaner wird bei 7 bis 12 Grad getrunken.


Weißer Burgunder - Der Elegante

Der Weiße Burgunder ist seit dem 14. Jahrhundert bekannt. Die Traube ist eine natürliche Mutation aus der Burgunderfamilie. Er ist wie auch der Graue Burgunder ein Spross des Blauen Spätburgunder. Die Beeren des Weißen Burgunders sind die hellfarbigsten in der Burgunderfamilie.
Der Weiße Burgunder besitzt eine feine, erfrischende Säure und bezaubert mit dezenten Aromen die an Apfel, Birne, Mango, Aprikose und Ananas erinnern.

Er ist ein eleganter Essensbegleiter. Passt gut zu Fisch, Spargel, Geflügel und Schweinefleich. Ein schöner Burgunder-Wein zum Feiern oder für gemütliche Abende.
Die Ideale Trinktemperatur liegt bei 7 bis 12 Grad.


Grauer Burgunder/Ruländer - Der Kaftvolle

Der Graue Burgunder soll 1711 von dem Kaufmann Ruland nach Deutschland gebracht worden sein. Daher auch den Namen Ruländer. Obwohl die Haut der Beeren rötlich-braun bis rot-grau gefärbt ist, wird sie den weißen Sorten zugeordnet. Fruchtsaft und -fleisch sind weiß. Der Graue Burgunder gehört zu der vielfältigen Burgunderfamilie. Er ist eine natürliche Mutation des Blauen Spätburgunders. Früher wurde der Wein auch süß und schwer als Ruländer ausgebaut.
Der Graue Burgunder wird heute überwiegend trocken angeboten. Er besitzt eine angenehme Säure und ist mineralisch geprägt. Das Bukett begeistert durch würzige Aromen von Kastanie, Trockenobst, grünen Nüssen, Mandeln, Nelke.

Der Graue Burgunder ist ein langanhaltender, kräftiger Wein. Er passt ausgezeichnet zu Braten, Wild und Käse. Getrunken wir er bei 7 bis 12 Grad.


Chardonnay - Der Filigrane

Die ursprüngliche Heimat des Chardonnay ist in Burgund. Er ist mit den Burgunder- sorten verwandt und findet daher am Kaiserstuhl beste Anbaubedingungen. Eine im Jahr 1998 durchgeführte DNA-Analyse ergab, dass der Chardonnay das Ergebnis einer natürlichen Kreuzung von Pinot und Heunisch ist. Frische, filigrane Säurestrukuren und Fruchtigekeit zeichen den Chardonnay aus. Typisch für den Chardonnay sind bezaubernde Weine mit dem Duft von Melonen, exotischen Früchten, überreifen Stachelbeeren oder auch nicht ganz reifen Äpfeln.

Leichte, junge Weine begleiten gut Fisch und Meeresfrüchte.
Kräftige, reifere Weine, gerne auch aus dem Barrique passen gut zu Gebratenem und herzhaftem Käse. Die Ideale Trinktemperatur liegt bei 7 bis 12 Grad.
 

 
Blauer Spätburgunder - Die Königin der Rotweine

Der Spätburgunder gehört wohl zu den frühesten aus den Wildreben im westlichen Mitteleuropa ausgelesenen Sorten. Er stammt fast in direkter Linie von einer Wildrebe ab und zählt zur Burgunderfamilie. In Deutschland sind rund 10 % der Rebfläche mit dem Blauen Spätburgunder bestockt. Die Beerenhaut ist blau-rot, das Fruchtfleich und der Fruchtsaft sind weiß.
Die edle und sehr alte Sorte verlangt viel Sorgfalt und stellt hohe Ansprüche an Klima und Boden. Sind Pflege und Standort gut, läuft sie zur Hochform auf und belohnt die Mühe des Winzers mit den schönsten Rotweinen der Welt.
Unsere Spätburgunder Stöcke stehen auf Vulkanböden.
Wir bauen unseren Spätburgunder Rotwein trocken und auf der Maische vergoren aus. Ein kleiner Teil der Trauben wird nach der Lese sofort abgepresst und zu Spätburgunder Weißherbst, einer Badischen Spezialität die verführerisch lachrote schimmert, verarbeitet. Die Besten Jungweine reifen im Eichenholz- oder  Barrique-Fass.
Rote Spätburgunder-Weine schmecken vollmundig, samtig und haben ein fruchtiges Aroma mit Nuancen von Mandel, Mokka und Schokolade. Der typische Spätburgunder hat einen leicht süßlichen Duft nach roten Früchten, von Erdbeere über Kirsche und Brombeere bis hin zur schwarzen Johannisbeere. Bei Barrique-Weinen kommen Vanille-Zimt-Anklänge hinzu.

Spätburgunder Rotweine werden bei 16 bis 18 Grad getrunken. Kräftige Varianten begleiten Braten oder Wild oder eine Käseplatte.

Spätburgunder Weißherbst wird wie Weißweine bei 7 bis 12 Grad getrunken. Er gefällt zu Vorspeisen, Geflügel und Fisch oder als leichter Sommerwein.